Björn Nilsson, Angela Merkel, Stefan Löfven, Olof Persson

Das German Swedish Tech Forum wurde 2017 von Angela Merkel und Stefan Löfven eingeweiht.

Vertiefter Austausch zu künstlicher Intelligenz mit deutsch-schwedischer Innovationsplattform

01.04.2019

Sowohl deutsche als auch schwedische Unternehmen stehen der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in ihr Geschäft offen gegenüber. Das geht aus einer Studie der Deutsch-Schwedischen Handelskammer unter Mitgliedsunternehmen auf beiden Seiten der Ostsee hervor, welche im Rahmen der Hannover Messe 2019 veröffentlicht wird.

71 Prozent der befragten deutschen und 77 Prozent der befragten schwedischen Firmen geben an, KI bis Ende 2021 einführen oder vermehrt nutzen zu wollen. Allerdings unterscheiden sich die geplanten Einsatzbereiche je nach Land. Schwedische Unternehmen setzen in Vertrieb und Marketing (25 Prozent), im Kundenservice (22 Prozent) sowie der Produktentwicklung (17 Prozent) auf die Technologien. Deutsche Unternehmen fokussieren sich auf KI in der Fertigung (24 Prozent), Distribution (17 Prozent) sowie in Vertrieb und Marketing (16 Prozent).

„Die Ergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen das kommerzielle Potenzial von KI für ihr Geschäft bereits verstanden haben“, so Dr. Ralph-Georg Tischer, Geschäftsführer der Deutsch-Schwedischen Handelskammer. „Um den bilateralen Austausch zu fördern, wird die Innovationsplattform German Swedish Tech Forum, die von der Deutsch-Schwedischen Handelskammer (AHK Schweden) und der Königlich Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften (IVA) initiiert und im Januar 2017 von Angela Merkel und Stefan Löfven eröffnet wurde, nun um das Thema KI erweitert.“

Als Hindernisse für den verstärkten Einsatz von KI nennen sowohl deutsche als auch schwedische Firmen vor allem mangelnde interne Kompetenz (jeweils ca. 33 Prozent) sowie das Fehlen relevanter KI-Dienstleister (jeweils ca. 30 Prozent).

„Auf dem Markt zeigt sich eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage“, sagt Tischer. „Die Anbieter haben offensichtlich Schwierigkeiten, ihre Leistungen für die Kunden richtig zu verpacken und zu kommunizieren.“ Schwedische Unternehmen vermissen zudem eine interne digitale Strategie, die auch KI umfasst (23 Prozent), während deutsche Firmen sich um die Rechtsgrundlage der Technologie sorgen (24 Prozent). Tischer: „Unsere Mitgliedsunternehmen wollen KI vermehrt in ihr Geschäft einbinden, benötigen allerdings mehr Kompetenz auf diesem Gebiet. Das verdeutlicht, wie wichtig der Austausch im Rahmen des German Swedish Tech Forum ist. Dass die Firmen beider Länder unterschiedliche Schwerpunkte beim Einsatz von KI setzen, zeigt einmal mehr, wie gut sie sich ergänzen.“

Das German Swedish Tech Forum ist eine Innovationsplattform, die zu mehr Zusammenarbeit zwischen Industrieunternehmen in Deutschland und Schweden beitragen soll. Fokusbereiche sind Industrie 4.0, Mobilität, Energieeffizienz, E-Health sowie KI. Seit 2017 fanden rund 30 Veranstaltungen mit insgesamt knapp 2.000 Teilnehmern statt. Mehr Informationen zum German Swedish Tech Forum finden Sie hier.

Die Umfrage wurde im Rahmen des German Swedish Tech Forum im Januar 2019 durchgeführt. 210 deutsche und schwedische Unternehmen nahmen teil. Die Ergebnisse wurden vom Masterprogramm Digital Management von Hyper Island (Tomas Falk), einer schwedischen Berufsakademie für die digitale Transformation, analysiert und ausgewertet. Der vollständige Report (auf Englisch) kann hier heruntergeladen werden.

Treffen Sie uns auf der Hannover Messe: Sie finden uns auf dem Messestand des DIHK in Halle 27, B30/04.

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Projektleiterin

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