Arta plasts labb  (Cleanroom)

Foto: Arta Plast AB

Containerschiff vor Hamburgs Hafen. Text: #WirtschaftLebt; Unsere Mitglieder berichten; eine Kampagne der Deutsch-Schwedischen Handelskammer

#WirtschaftLebt – Arta Plast AB: „Business as usual“

20.05.2020

Um alle Bestellungen rechtzeitig liefern zu können, arbeitet man bei Arta Plast AB zurzeit in zwei Schichten in der Produktion. Das Unternehmen stellt Filter für Masken und Komponenten für Beatmungsgeräte her, die Erfüllung des aktuell besonders hohen Auftragsvolumen ist eine Herausforderung in der Krise.

Deutsch-Schwedische Handelskammer: Wie geht es Arta Plast AB?

Helge Steg: In unseren beiden Geschäftsbereichen Lebensmittelverpackungen und MedTech-Komponenten sinkt die Nachfrage nicht, eher im Gegenteil. Die Herausforderung ist entsprechend, die steigenden Auftragszahlen zu bewältigen. Insbesondere im Bereich Medizintechnik arbeiten wir mit einer Reihe von Unternehmen zusammen, die Produkte für das Gesundheitswesen liefern, vor allem Verbrauchsmaterialien wie Filter und andere Komponenten für Beatmungsgeräte. Auch aus der Lebensmittelindustrie bekommen wir mehr Aufträge, vor allem zur Lageraufstockung. Damit soll die Materialversorgung trotz eventueller Transportprobleme oder einer zunehmenden Zahl von „Hamsterkäufen“ gewährleitet werden können.

Welche Risiken sehen Sie und wie passen Sie Ihr Unternehmen an die eventuell länger anhaltende Krise an?

Ein Risiko, mit dem wir uns schon in naher Zukunft konfrontiert sehen werden, ist eine erhöhte krankheitsbedingte Abwesenheit unserer Angestellten. Dazu kommen die drastischen Maßnahmen, die die Behörden in Schweden und ganz Europa derzeit ergreifen. Unser Plan ist es, die Fehlzeiten mit flexiblem Mitarbeitereinsatz und Überstunden zu bewältigen. Die Materialversorgung ist weitgehend gesichert, da wir bereits im Januar reagiert und die Lagerbestände für bis zu ein Jahr im Voraus aufgefüllt haben.

„Die Materialversorgung ist weitgehend gesichert, da wir bereits im Januar reagiert und die Lagerbestände für bis zu ein Jahr im Voraus aufgefüllt haben.“

So konnten wir gute Konditionen nutzen und uns frühzeitig absichern. Was bleibt, ist das Risiko, dass Transporte von sowohl eingehenden als auch ausgehenden Lieferungen von Fertigwaren und Kunstrohstoffen eine Zeit lang ausfallen könnten. Dann wird es auch für uns schwieriger werden, Liefersicherheit zu gewährleisten.

Wir hoffen, dass die unternommenen Anstrengungen und Maßnahmen den gewünschten Effekt haben und dass sich die Situation bald wieder normalisiert.

 

In unserer Serie #WirtschaftLebt berichten unsere Mitglieder, wie sie die aktuelle Coronakrise erleben und welche Erfahrungen, Tipps und Erkenntnisse sie mit dem Netzwerk teilen möchten.