Lanseringen av partnerskapet mellan Sverige och Hannover Messe på mässan 2018

Foto: Deutsche Messe AG

Partnerland der Hannover Messe 2019: So kommen Sie in Kontakt mit Schweden

19.10.2018

Bei der Hannover Messe 2019, die von 1. bis 5. April nächsten Jahres stattfinden wird, kommt Schweden eine besondere Rolle zu: Als erstes nordeuropäisches Land wird es Partnerland der weltgrößten Industriemesse sein. Aber was bedeutet das konkret? Welche Möglichkeiten gibt es für Besucher und deutsche Unternehmen, in Kontakt zu schwedischen Teilnehmern zu treten? Und was sollte man als Aussteller grundsätzlich bei einem Messeauftritt beachten? Wir haben bei drei Messeexperten nachgefragt: Marco Siebert, Direktor internationale Beziehungen bei der Deutschen Messe AG, Linda Steen, schwedische Repräsentantin der Hannover Messe bei der Trade Fair Agency, und Verena Adamheit, Projektleiterin für die Präsenz der Deutsch-Schwedischen Handelskammer auf der Messe 2019.

Deutsch-Schwedische Handelskammer: Was bedeutet es konkret, Partnerland der Hannover Messe zu sein?

Marco Siebert: Das Partnerland steht ein ganzes Jahr lang im Fokus der Hannover Messe. Traditionell unterstützt die jeweilige Regierung das Projekt mit vielen Ressourcen und Aktivitäten im Vorfeld sowie während der Messe. Auch viele große Industrieunternehmen aus dem jeweiligen Partnerland engagieren sich, was in der Regel zu einem beeindruckenden Messeauftritt führt. Das Interesse am Partnerland seitens der Presse ist ebenfalls sehr groß. Sowohl in der Vorberichterstattung als auch während der Messe steht es im Mittelpunkt. Wir wissen aus Erfahrung, dass die Aussteller des jeweiligen Partnerlandes zahlreiche neue Geschäftskontakte anbahnen. Damit wirkt die Messebeteiligung noch lange nach.

Wie wird sich die Partnerschaft Schwedens auf der Messe im nächsten Jahr darstellen?

Die Beteiligung Schwedens als Partnerland der Hannover Messe 2019 verstärkt eine bilaterale Innovationspartnerschaft, die Schweden und Deutschland Anfang 2017 unterzeichnet haben. Auf der Messe wird sich Schweden auf vier Hauptthemen fokussieren: Elektromobilität, E-Gesundheit, Testanlagen für Innovation und die Digitalisierung von KMUs. Das Rahmenprogramm umfasst den schwedisch-deutschen Business Summit sowie unterschiedliche Foren und Netzwerk-Events zu Innovationen und Geschäftschancen in Schweden.

Als Verantwortlicher für die Zusammenarbeit mit dem Partnerland auf Seiten der Messe – welche Ergebnisse erhoffen Sie sich von der Partnerschaft?

Für Schweden ist Deutschland bereits der größte Import- sowie Exportmarkt. Der Partnerlandstatus verstärkt dieses Verhältnis umso mehr. Als Industrieland war Schweden der Hannover Messe immer sehr wichtig. Jetzt, da Schweden Partnerland ist, kann das internationale Image Schwedens noch einmal gesteigert werden. Das wird weitere internationale Geschäftsmöglichkeiten für Schweden nach sich ziehen, nicht nur im Partnerlandjahr, sondern auch in den Folgejahren.

Welche konkreten Tipps haben Sie für Unternehmen, die auf der Messe ausstellen oder im Zusammenhang mit dieser Aufmerksamkeit für sich erregen wollen?

Man sollte die Messebeteiligung in drei Phasen aufteilen: vorher, während und nachher. Vorher gilt es, alle bestehenden und potenziellen Kunden zur Messe einzuladen. Nutzen Sie dafür die Besuchertickets, die wir Ihnen als Aussteller zur Verfügung stellen. Planen Sie Ihren Stand, sodass Sie gegenüber Ihren Wettbewerbern hervorstechen. Folgen Sie uns auf unseren Social-Media-Kanälen und nutzen Sie das Hashtag #hm19. Überlegen Sie sich, ob Ihr Unternehmen ein Kandidat für eine Konferenz oder ein Forum sein könnte, um vor Ort noch mehr Aufmerksamkeit zu wecken. Während der Messe knüpfen Sie so viele neue Kontakte wie möglich. Auf der Messe gibt es viele Rahmenveranstaltungen mit sehr interessanten Themen: Nutzen Sie diese Gelegenheiten zum Netzwerken und zur Weiterbildung. Beobachten Sie Ihre Wettbewerber sowie neue Trends und Geschäftsmodelle. Nach der Messe heißt es nachhaken. Bewerten und priorisieren Sie all Ihre neuen Kontakte und dann kontaktieren Sie sie umgehend.

Wie sieht es bis jetzt mit den Anmeldungen schwedischer Unternehmen aus? Und wo können Besucher diese auf der Messe finden?

Linda Steen: Der Großteil der schwedischen Unternehmen, die regelmäßig auf der Hannover Messe ausstellen, hat sich bereits angemeldet. Viele andere sind gerade dabei. Nun, da Schweden Partnerland ist, ist das Interesse natürlich besonders groß. Schweden wird als Land in den Mittelpunkt gestellt und Bereiche, in denen wir besonders innovativ oder einzigartig sind, werden am Zentralstand in Halle 27 präsentiert. Dieser wird von Business Sweden im Auftrag der schwedischen Regierung koordiniert und steht unter dem Motto Sweden Co-Lab. Darüber hinaus werden auf der Messe mehrere so genannte Satelliten-Pavillons zu bestimmten Themen zu finden sein, zum Beispiel zu Energie, Automatisierung und im Zulieferersegment.

Die Deutsch-Schwedische Handelskammer vertritt mehrere deutsche Messegesellschaften in Schweden. Welche typischen Fehler machen Unternehmen rund um den Messeauftritt?

Verena Adamheit: Der häufigste Fehler ist, dass man sich als Unternehmen nicht sorgfältig genug auf den Messeauftritt vorbereitet. Es reicht nicht, einfach nur auf die Messe zu fahren und sich an den Stand zu stellen – da geschieht nichts. Man braucht eine klare Zielsetzung, das passende Standdesign, die richtige Produktpräsentation und gutes Informationsmaterial. Auch die Kommunikation im Vorfeld ist sehr wichtig, damit die Messebesucher überhaupt wissen, dass das Unternehmen vor Ort sein wird. Und: Es gibt nichts Schlimmeres als einen Aussteller, der an seinem Messestand sitzt, gelangweilt aussieht und darauf wartetet, dass etwas passiert – oder gar mit Kollegen plaudert und isst. Stattdessen sollte man am Stand aktiv sein und positive Stimmung verbreiten – dann kommt das auch bei den Besuchern an.

Die Deutsch-Schwedische Handelskammer wird mit dem German Swedish Tech Forum auf der Hannover Messe 2019 vertreten sein. Wie können Unternehmen hier mit uns zusammenarbeiten?

Als Organisation, die in beiden Ländern verankert ist, werden die Handelskammer und das German Swedish Tech Forum sowohl im Rahmen der nationalen schwedischen Initiative als auch des deutschen Handelskammernetzwerks vertreten sein. Außerdem werden wir uns an mehreren Veranstaltungen beteiligen, die Schwerpunktbereiche des German Swedish Tech Forum betreffen, zum Beispiel Industrie 4.0 und Innovationsförderung. Melden Sie sich gerne bei uns, wenn Sie an einer gemeinsamen Veranstaltung interessiert sind.

Ansprechpartner

Dr. Verena Adamheit

Market Entry & Business Development

Telefon

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