Der Messestand von Hellberg Safety auf der A+A in Düsseldorf

Der von Ratius entworfene Stand von Hellberg Safety auf der A+A.

Foto: Ratius Mässbyrå

Der Messestand von Orkla/Cederroth auf der Intergastra in Stuttgart

Cederroths Standkonzept kommt auf mehreren Messen zum Einsatz.

Foto: Ratius Mässbyrå

Ein Computermodell des Stands von OKQ8-IDS auf der Lkw-Messe (Lastbilsmässan) 2018

Für OKQ8-IDS entwarf Ratius einen futuristischen Messestand.

Foto: Ratius Mässbyrå

Der Messestand von Sveba Dahlen auf der Iba in München

Sveba Dahlen auf der Iba, der Weltmesse für Bäcker und Konditoren.

Foto: Ratius Mässbyrå

Der Messestand von J-Kem auf der Productronica in München 2017

J-Kems Stand auf der Productronica in München.

Foto: Ratius Mässbyrå

„Jeder Tag wie Weihnachten“: Erfolgreicher Messeauftritt mit Ratius

Sie wollen mehr Exportgeschäfte an Land ziehen? Ein Auftritt auf einer der zahlreichen Messen in Deutschland und Schweden ist eine der besten Maßnahmen, um diesen Plan in die Tat umzusetzen. Doch damit die Messeteilnahme gelingt, braucht es ein gutes Konzept und einen Stand, der die richtigen Besucher anlockt. Ratius Mässbyrå aus Norrtälje bei Stockholm ist seit knapp 50 Jahren Experte in diesem Bereich. In unserem Interview berichtet Projektleiter Daniel Tjäder über die aktuellen Trends in Sachen Standdesign und die häufigsten, aber vermeidbaren Fehler bei der Planung eines Messeauftritts.

Deutsch-Schwedische Handelskammer: Welche aktuellen Trends gibt es, was Standdesign für Messen angeht?

Daniel Tjäder: Die Trends sind vielfältig und abhängig von der Zielgruppe und Art der Messe – also ob es sich um eine internationale oder nationale Messe handelt. Jeder Kunde ist einzigartig und deshalb ist es unser Ziel bei Ratius, dass die von uns entworfenen Messestände aus der Masse herausstechen. Mit einem Design, das die Produkte und die Marke des Kunden widerspiegelt und auf ein neues Niveau hebt, wollen wir ein Wow-Erlebnis erzeugen. Außerdem legen wir den Fokus beim Standdesign darauf, dass Menschen miteinander in Kontakt kommen. Und: Es wird immer wichtiger, digitale Elemente in den Messestand zu integrieren, etwa große Bildschirme in Wände und Deckenmodule einzubauen und so digitale und grafische Elemente zu kombinieren. Letztlich geht es auch darum, über den Messestand Traffic in den sozialen Medien zu erzeugen.

Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft schreitet immer weiter voran. Wie können Unternehmen den klassischen Messestand bestmöglich mit digitalen Elementen verknüpfen?

Es ist wichtig, auf den verschiedenen digitalen Kanälen des Kunden Interaktion zu erzeugen – vor, während und nach der Messe. Wir betrachten den Messeauftritt als zentrales Element im Marketingmix des Kunden, das mit den verschiedenen digitalen Kanälen verbunden wird. Auf diese Weise wirkt die Messeteilnahme noch lange nach und wird mit neuen Aktivitäten und Interaktionen verknüpft. Unser Kunde Sveba Dahlen stellt zum Beispiel auf der Iba in München aus, wo das Unternehmen seinen größten Messestand in Europa hat. Sveba Dahlen arbeitet vor, während und nach der Messe aktiv mit seinen digitalen Kanälen und Sponsoring und verfolgt anschließend Aktivitäten vor Ort in ganz Europa. Viele Unternehmen nutzen auch verschiedene Virtual-Reality-Lösungen (VR), um die Funktionen ihrer Produkte möglichst realitätsnah und in einem natürlichen Umfeld zu demonstrieren. VR wird ebenfalls gerne für Wettbewerbe und weitere Aktionen direkt auf dem Stand verwendet, um seine Attraktivität zu erhöhen.

Welche Fehler machen Unternehmen am häufigsten bei der Planung ihres Stands?

Die Kunden haben oft ein klares Bild davon, wie ihr Stand aussehen soll, denken aber weder über den optimalen Standort noch die Besucherströme, die bestmögliche Präsentation der Produkte oder die Verkaufsflächen nach. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir alle diese Elemente in unsere Entwürfe mit einbeziehen.

Sie arbeiten auf einer Vielzahl von Messen mit schwedischen Ausstellern zusammen, zum Beispiel auf der A+A in Düsseldorf, die die Deutsch-Schwedische Handelskammer in Schweden vertritt. Für welche Unternehmen waren Sie schon tätig und inwiefern haben Sie diese unterstützt?

Wir sind seit vielen Jahren Full-Service-Agentur für den Messeauftritt von Hellberg Safety und Orkla/Cederroth auf der A+A. Für beide Unternehmen haben wir Gesamtkonzepte erstellt, bei denen wir die Verantwortung für den gesamten Prozess übernommen haben – von der Grundidee über das Design bis hin zu Aufbau und Abnahme der schlüsselfertigen Stände und alles dazwischen, wie zum Beispiel technische Bestellungen. Für Hellberg Safety wollten wir einen beeindruckenden Stand kreieren, der klar zeigt, was das Unternehmen anbietet. Das haben wir auch erreicht: Der Stand hat fünf Meter hohe Wände, an die wir große, 150 cm hohe Bilder angebracht haben. Das Firmenlogo haben wir in 3D erstellt. Auf der Standfläche gibt es mehrere Ausstellungsflächen für die Produkte des Unternehmens (Gehörschutz) mit Stationen für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche. Unser Konzept und das Design für den Stand von Cederroth sind eng mit dem Sponsoring des berühmten Fernsehkochs Johann Lafer verknüpft. Dieses Standkonzept kommt jährlich auf mehreren deutschen Messen zum Einsatz.

Welchen Nutzen erhoffen Sie sich aus Ihrer neuen Mitgliedschaft in der Deutsch-Schwedischen Handelskammer für Ihre Geschäfte in Deutschland und Schweden?

Wir arbeiten sehr gerne auf Messen in Deutschland – für uns ist dort jeder Tag wie Weihnachten. Es sind perfekt organisierte Messen mit vielen Besuchern, die mit den Ausstellern ins Geschäft kommen wollen. Von der Mitgliedschaft erhoffen wir uns erweiterte Kontakte mit anderen Mitgliedsunternehmen, die auf dem deutschen Markt ausstellen möchten. Unser Kunde J-Kem ist zum Beispiel auf Empfehlung der Deutsch-Schwedischen Handelskammer zu uns gekommen.

 

In unserer Serie Mitglied des Monats treffen wir jeden Monat einen Vertreter eines unserer rund 1.150 Mitgliedsunternehmen, der uns einen Einblick in die Arbeit und aktuellen Aktivitäten des jeweiligen Unternehmens gibt.

Ratius Mässbyrå AB