Eine Langzeitbelichtung einer Autobahn bei Nacht: die Lichter der Autos erscheinen als lange Striche.

Ein ständiger Strom an Waren und Dienstleistungen

Der wirtschaftliche Austausch zwischen Schweden und Deutschland macht nie Pause.

Handel zwischen Schweden und Deutschland

Bereits seit der Hansezeit betreiben Deutschland und Schweden intensiven Handel miteinander. Der wirtschaftliche Austausch hat in beiden Ländern zu Wachstum und Entwicklung beigetragen. Heute ist Deutschland Schwedens größter internationaler Handelspartner.

Etwa 20 Prozent aller nach Schweden eingeführten Waren kommen aus Deutschland. Im vergangenen Jahr (2019) summierte sich deren Wert laut Schwedens Statistischem Zentralamt (SCB) auf etwa 268 Milliarden schwedische Kronen. In die umgekehrte Richtung gehen jährlich gut 10 Prozent der schwedischen Exporte (Wert: knapp 160 Milliarden Kronen 2019). Deutschland hat für Schweden daher enorme Bedeutung als Lieferant und Abnehmerland. Aber auch für Deutschland ist die größte Volkswirtschaft Nordeuropas einer der wichtigsten Handelspartner innerhalb der EU.

Unter den deutschen Exporten nach Schweden machen Maschinen, Kraftfahrzeuge und Fahrzeugkomponenten, chemische Produkte sowie Elektronik die größten Warengruppen aus. Auch der Export von Lebensmitteln nahm in den vergangenen Jahren deutlich zu. Umgekehrt exportiert Schweden vor allem Papier und Papierprodukte, Maschinen und Maschinentechnik, pharmazeutische Erzeugnisse, Fahrzeuge, Metalle sowie chemische Produkte.

Die Basis der guten Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern bildet die verarbeitende Industrie, die sich in vielerlei Hinsicht ähnelt und ergänzt. Die Unternehmen auf beiden Seiten der Ostsee konkurrieren zwar miteinander, sind aber gleichzeitig Partner. Viele Waren werden ex- und später – eingebaut oder weiterverarbeitet – wieder importiert.

Insgesamt gibt es in Schweden knapp 1200 deutsche Unternehmen (Mehrheit der Unternehmensanteile in deutscher Hand, teilweise mehrere Unternehmen aus dem gleichen Konzern), die rund 80.000 Angestellte beschäftigen. Die meisten haben ihren Sitz in den Ballungszentren um Stockholm, Göteborg und Malmö. Zu den größten deutschen Investoren zählen Siemens, Bosch, DB Schenker, DHL und die Volkswagen-Gruppe.

Der starke Konsum in Schweden hat zahlreiche deutsche Einzelhandelsketten angelockt, unter anderem Lidl, Media Markt, Hornbach und Bauhaus. Baukonzerne wie Hochtief, Bilfinger, Strabag und Züblin haben angesichts der großen Infrastrukturprojekte in Stockholm und anderen Landesteilen den Sprung über die Ostsee gewagt.

Umgekehrt haben sich etwa 1800 schwedische Unternehmen in Deutschland niedergelassen. Sie beschäftigen knapp 130.000 Personen. Ein Großteil dieser Firmen hat seinen Sitz in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin. Dahinter folgen Baden-Württemberg und Hessen auf den Plätzen vier und fünf in der schwedischen Beliebtheitsskala. Zu den größten Investoren zählen Vattenfall, Electrolux, Ikea, H&M, SKF, SCA/Essity und SEB.

In den letzten Jahren flossen viele schwedische Investitionen in Deutschland in den IT-Sektor, gefolgt von der Textil- und Modebranche. Für schwedische Einzelhandelsketten und Onlinehändler wird Deutschland ebenfalls zunehmend zu einem interessanten Markt.

Doch nicht nur auf dem Gebiet der Wirtschaft ist der Austausch zwischen beiden Ländern intensiv. Auch viele Deutsche und Schweden haben den Schritt auf die andere Seite der Ostsee gewagt. Laut Eurostat lebten 2019 gut 29.200 deutsche Staatsbürger in Schweden und knapp 19.000 schwedische Staatsbürger in Deutschland.

 

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Die Deutsch-Schwedische Handelskammer ist Repräsentant von Germany Trade & Invest in Schweden. Außerdem gehören wir dem sogenannten Team Sweden an – einer von der schwedischen Regierung 2016 ins Leben gerufenen Gruppe von Behörden und Organisationen, die Unternehmen bei ihren Internationalisierungsbemühungen zur Seite stehen.