Eine Collage aus drei Bildern: Ein Mann auf einer Baustelle, ein Konferenzraum, ein Hochregallager

Einführung eines erweiterten Kurzarbeitmodells in Schweden

20.03.2020

Um die negativen wirtschaftlichen Konsequenzen von Covid-19 zu beschränken, hat die schwedische Regierung vorgeschlagen, ein System für vorübergehende kurzfristige Freistellungsmöglichkeiten von Arbeitnehmern einzuführen (korttidsarbete, früher korttidspermittering). Das System soll als ein staatlich subventioniertes erweitertes Kurzarbeitsmodell dienen und laut Vorschlag ab dem 16. März und bis Ende 2020 gelten.

Arbeitnehmer sollen demnach bei reduzierter Arbeitszeit voraussichtlich bis zu 90 Prozent ihres Gehaltes bekommen. Es besteht jedoch eine Deckelung bei einem Monatsgehalt von 44 000 SEK.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die durch die Folgen von Covid-19 Schwierigkeiten haben, finanzielle Herausforderungen zu bewältigen. Voraussetzung ist, dass die finanziellen Herausforderungen durch von Covid-19 verursachte externe Faktoren entstanden sind, die außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen und das Gewerbe direkt beinträchtigen. Ebenfalls muss eine tarifvertragliche Vereinbarung der Sozialparteien (Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften) über Kurzarbeit/erweiterte Kurzarbeit vorhanden sein.

Das erweiterte Kurzarbeitmodell soll aber auch Unternehmen ohne Tarifvertragsbindung offenstehen. Es besteht zurzeit noch keine Klarheit darüber, welche Voraussetzungen diese Unternehmen erfüllen müssen.

Wird der Vorschlag wie beantragt bestätigt, können Anträge ab dem 7. April 2020 beim Amt für Wirtschaftliches und Regionales Wachstum (Tillväxtverket) eingereicht werden. Das Verfahren hierfür ist derzeit noch nicht bekannt. Weitere Informationen werden aber in naher Zukunft von den Behörden erwartet.

Unternehmen können durch dieses System Unterstützung für sechs Monate mit Verlängerungsmöglichkeit um weitere drei Monate erhalten.

Weitere Informationen finden Sie auch auf Englisch auf der Webseite des Amtes für Wirtschaftliches und Regionales Wachstum.

Für weitere Fragen bezüglich Kurzarbeit können Sie sich gerne an unsere Rechtsabteilung wenden.

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