Erstaunlicherweise hat sich die schwedische Wirtschaft im zweiten Quartal auf breiter Fläche erholt. Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Bruttoinvestitionen um 3,5 Prozent, ausgehend vor allem von Unternehmensinvestitionen in Maschinen und Inventar sowie staatlichen Investitionen in die Verteidigung.
Auch der private Konsum nahm als Resultat aller fiskalen Stimulanz endlich zu, gemäß dem Statistikamt SCB um 0,9 Prozent. Für den Anstieg des staatlichen Konsums wurde sogar ein Anstieg von 1,8 Prozent notiert.
Belebung der Exporte
Wie auch in Deutschland kam es im zweiten Quartal auch zu einer Belebung der schwedischen Exporte – mit 1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Importe stiegen dagegen nur um 0,1 Prozent wegen des negativen Dienstleistungsimports, was aber den für das BIP relevanten Nettoexport um 0,5 Prozent erhöhte.
Fazit: Im zweiten Quartal konnte in Schweden ein Wachstum des BIP von 1,6 Prozent erreicht werden, 3,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dies nimmt sich auch im europäischen Vergleich sehr beachtlich aus, wobei allerdings in Schweden im Wahljahr 2026 schon eine sehr expansive Finanzpolitik betrieben wurde.
Hinzu kam, dass die Lagerinvestitionen um 0,4 Prozent des BIP reduziert wurden, was sich im nächsten Quartal ob des offensichtlichen Aufschwungs positiv drehen sollte und damit erneut zu einem ordentlichen Quartal für das BIP beitragen dürfte.