Während des Pressebriefings der deutsch-schwedischen Handelskammer gab Prof. Dr. Michael Grömling schwedischen Journalistinnen einen Einblick in die deutsche Wirtschaft.
31. August 2026
Pressetreffen mit Prof. Dr. Michael Grömling
16. September 2026
Während des Pressebriefings der deutsch-schwedischen Handelskammer gab Prof. Dr. Michael Grömling schwedischen Journalistinnen einen Einblick in die deutsche Wirtschaft.
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Prof. Dr. Michael Grömling war aus Deutschland zugeschaltet.
Foto: IW Köln - Institut der deutschen Wirtschaft
Vor einem Publikum schwedischer Journalist:innen gab Prof. Dr. Michael Grömling, Leiter der makroökonomischen Forschung und der Konjunkturforschung am Institut der deutschen Wirtschaft (IW), am Mittwoch dem 16. September 2026 eine Präsentation über den Zustand der deutschen Wirtschaft.
Trotz der negativen Nachrichten rund um die Wahl in Sachsen-Anhalten schaut Grömling positiv in die nahe Zukunft: er geht von einer Prognose aus, die für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 ein Wachstum von einem Prozent erwartet. Das wäre deutlich besser als bislang erwartet. Im zweiten Halbjahr dürfte das Wachstum jedoch etwas geringer sein, sagt Grömling, insbesondere im Dienstleistungssektor und in der Industrie.
„Die Industrieproduktion war im ersten Halbjahr durch Sondereffekte beeinflusst. Das dürften vorwiegend Lager- und Vorsichtseffekte aufgrund der antizipierten und tatsächlichen Lieferkettenprobleme infolge des Irankrieges sein. Möglicherweise hat die deutsche Industrie auch von diesbezüglichen Produktionsproblemen an anderen Standorten profitiert“, sagt Grömling dazu.
Solche Effekte hält er für vorübergehend, etwa auch, wenn es um die im Sommer präsenten Niedrigwasser geht, die zu Logistik- und Produktionsprobleme den europäischen Flüssen führten. Andere ungünstige geopolitische Rahmenbedingungen bleiben hingegen: der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten mit ihrem Einfluss auf die Rohstoffversorgung etwa.
Was die deutsche Wirtschaft zudem weiterhin belastet, ist die Krise der deutschen Automobilindustrie. Das ist ein Problem, das sich laut Grömling nicht so leicht durch andere Industriebereiche kompensieren lässt: „Dafür ist dieser Sektor zu bedeutsam – vor allem auch mit seinen Netzwerkeffekten. Gleichwohl bestehen Gegengewichte durch die Industrien, die Sicherheitsgüter und Güter für die Digitalisierung herstellen.“