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Jonas Hård af Segerstad im Interview

Schwedens Verteidigung in Europas veränderter Sicherheitslage

23. September 2026

  • Podcast
  • Verteidigung
  • Zusammenarbeit

Wie sich Schwedens Wahrnehmung der Sicherheitslage von Deutschlands Wahrnehmung unterscheidet erzählt der ehemalige Försvarsattaché in Berlin und gegenwärtiger Ausbildungschef der Försvarsmakt Jonas Hård af Segerstad im Gespräch mit der Deutsch-Schwedischen Handelskammer.

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Jonas Hård af Segerstad im Podcast-Studio der Deutsch-Schwedischen Handelskammer.

Foto: Deutsch-Schwedische Handelskammer

Europa steht vor der Herausforderung, sich an eine neue Sicherheitslage anpassen zu müssen. Seit Beginn des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine hat Verteidigung an Priorität gewonnenIn unserem Podcast spricht Jonas Hård af Segerstad über Schwedens Verteidigung und darüber, welche Rolle Deutschland spielt.

Als Bundeskanzler Olaf Scholz in Deutschland 2022 von einer Zeitenwende sprach, war Schweden bereits etwas besser auf militärische Gefahren vorbereitet. Die Wiederaufrüstung der schwedischen Streitkräfte erfolgte bereits 2015, als Reaktion auf die Annexion der Krim. „Russland sehen wir als eine Bedrohung”, sagt Hård af Segerstad, „In Schweden reden wir ziemlich offen darüber.” Der gesellschaftliche Konsens über die Sicherheitslage entspannt viele Entscheidungen. Ein Beispiel ist Schwedens Eintritt in die NATO im Jahr 2024, der innenpolitisch fast geräuschlos verlief.

„Wenn alles klappt, dann müssen wir sie [die Streitkräfte] nicht benutzen.“

Jonas Hård af Segerstad

Die Vorbereitung der militärischen Streitkräfte und Überwachung der Ostsee spielen eine zentrale Rolle in Schwedens Abschreckungsstrategie. Hård af Segerstad erzählt, dass Vorbereitung nicht zwangsläufig zum Einsatz führt und dass Aufrüstung präventiv ist: „Wenn alles klappt, dann müssen wir sie [die Streitkräfte] nicht benutzen.” Außerdem führt die Überwachung der Ostsee dazu, dass infrastrukturelle Sabotageakte erkannt werden und die russische Schattenflotte die von Schweden überwachten Wasserstraßen meiden.

Schwedens Verteidigungsarbeit geschieht auch in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Streitkräften. Die Bundeswehr ist eine davon. So übte sie gemeinsam mit der Försvarsmakt die schnelle Verlegung von Truppen und den Schutz der strategisch wichtigen Insel Gotland im September.

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