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Schwedens beliebteste Spezialitäten: Zwischen Exportschlagern und Nischenprodukten

Von Blaubeersuppe bis Stinkefisch: So schmeckt Schweden

18. August 2026

In Schweden beginnt jetzt die Surströmming-Saison. Die fermentierte Fischspezialität gilt hier als Delikatesse, ist international jedoch kein Exportschlager. Wir stellen einige der bekanntesten schwedischen Spezialitäten vor – von Blåbärssoppa und Köttbullar bis hin zu Kanelbullar und Surströmming.

Surströmming wird aus einer geöffneten Konservendose gehoben.

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Köttbullar, schwedische Fleischbällchen, serviert mit Kartoffelpüree, Rahmsauce und Preiselbeeren.

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Schale mit schwedischer Blaubeersuppe auf einem weißen Tisch, umgeben von frischen Blaubeeren.

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Kanelbulle, schwedisches Zimtschneckengebäck, in den Händen eines Kindes.

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Mehrere Punschröllchen mit grünem Marzipan und Schokoladenüberzug liegen auf einer Servierplatte auf einem gedeckten Tisch. Ge feedback om BizChat

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Prinsesstårta wird an einem Tisch im Freien serviert.

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Zwei Personen sitzen in einem Café und essen Semla (Semmeln mit Sahnefüllung).

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Falukorv auf geröstetem Brot mit frischen Kräutern, serviert als Teil eines schwedischen Frühstücks.

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Smörgåstårta, schwedische Sandwich-Torte mit Lachs und Garnelen, auf einem Teller serviert.

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Ostkaka, schwedischer Käsekuchen, serviert mit Schlagsahne und Beerensauce auf einem gedeckten Tisch.

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Surströmming, der vergorene Hering aus Schweden, gehört zu den bekanntesten schwedischen Spezialitäten.

Foto: Vilhelm Stokstad/TT/imagebank.sweden.se

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Köttbullar gehören zu den bekanntesten schwedischen Spezialitäten und sind auch in Deutschland sehr beliebt.

Foto: Magnus Carlsson/imagebank.sweden.se

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Blåbärssoppa, die schwedische Blaubeersuppe, wird als Dessert und als energiereiche Stärkung beim berühmten Vasaloppet serviert.

Foto: iStock

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Kanelbullar (schwedische Zimtschnecken) zählen zu Schwedens beliebtesten Backwaren und erfolgreichsten kulinarischen Exporten, die weltweit geschätzt und jährlich millionenfach verkauft werden.

Foto: Susanne Walström/imagebank.sweden.se

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Dammsugare (Punschrollen) sind ein typisch schwedisches Gebäck aus Kuchenkrümeln, Kakao und Marzipan, das durch seine grüne Hülle auffällt und seinen Namen den historischen, rollenförmigen Staubsaugern verdankt.

Foto: Bild: Julia Trygg/imagebank.sweden.se

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Prinsesstårta (Prinzessinnentorte) ist Schwedens beliebteste Torte und begeistert mit Vanillecreme, Sahne und einem charakteristischen grünen Marzipanmantel sowohl in Schweden als auch international.

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

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Semla ist ein traditionelles schwedisches Hefegebäck mit Mandelmasse und Sahne, das besonders zur Faschingszeit beliebt ist und jedes Jahr millionenfach in Schweden verzehrt wird.

Foto: Camilla Degerman/imagebank.sweden.se

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Falukorv ist eine traditionelle schwedische Wurstspezialität aus Falun mit Wurzeln im 16. Jahrhundert, deren Geschichte eng mit dem Bergbau und dem Einfluss deutscher Bergleute verbunden ist.

Foto: Jakob Fridholm/imagebank.sweden.se

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Smörgåstårta ist eine traditionelle schwedische Sandwichtorte aus mehreren Brotschichten und herzhaften Zutaten, die besonders bei Festen, Geburtstagen und anderen Feierlichkeiten in Schweden serviert wird.

Foto: Johnny Franzén/Scandinav/imagebank.sweden.se

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Ostkaka ist ein traditioneller schwedischer Käsekuchen aus Småland, der seit Jahrhunderten aus Milch, Lab und Mehl hergestellt und klassisch mit Früchten, Marmelade oder Sahne serviert wird.

Foto: Tina Stafrén/imagebank.sweden.se

Surströmming: Schwedens berühmter Stinkefisch

Surströmming ist kurz gesagt vergorener Fisch in Dosen. Was bei vielen im ersten Moment Ekel erzeugt, gilt in Schweden als Delikatesse. Hergestellt wird Surströmming aus Ostseehering, der mehrere Wochen lang in Salzlake fermentiert wird. Anschließend wird er in Konserven verpackt und der Gärprozess setzt sich fort. Ursprünglich war dies notwendig, um den Fisch zum Beispiel für längere Schiffsreisen haltbar zu machen. Die Saison für Surströmming beginnt mit der traditionellen Surströmming-Premiere, die jedes Jahr am dritten Donnerstag im August stattfindet. Genießen kann man die schwedische Spezialität auf verschiedene Weise. Eine beliebte Variante ist die sogenannte tunnbrödsklämma, also Fladenbrot mit surströmming, Kartoffeln, Butter und rohen Zwiebeln.

In Deutschland kommt Surströmming weniger gut an

Während in Schweden jährlich etwa 700.000 Dosen verkauft werden, ist der Export sehr gering, nämlich nur knapp 0,2 Prozent der Gesamtproduktion. Die wichtigsten Exportmärkte sind Japan und Länder mit schwedischen Auswanderern. Deutschland wird dabei meist nicht als bedeutender Markt genannt.

Surströmming ist in Deutschland zwar erhältlich und wird online verkauft, gilt aber eher als Nischenprodukt.

Köttbullar: Alle lieben Schwedens Fleischbällchen

Köttbullar sind die wohl bekanntesten schwedischen Fleischbällchen und längst auch in Deutschland beliebt. Viele kennen sie aus den Restaurants von IKEA, doch ihre Geschichte reicht deutlich weiter zurück. Einer verbreiteten Überlieferung zufolge brachte König Karl XII. im 18. Jahrhundert die Inspiration für die Fleischbällchen von einer Reise ins Osmanische Reich mit. Traditionell werden Köttbullar mit Kartoffeln oder Kartoffelpüree, Rahmsauce und Preiselbeeren serviert und gehören bis heute zu den beliebtesten Gerichten der schwedischen Küche.

Mehr als eine Milliarde Köttbullar pro Jahr

Köttbullar zählen zu Schwedens erfolgreichsten kulinarischen Exporten. Weltweit verkauft IKEA jedes Jahr mehr als eine Milliarde Köttbullar.

Kleiner Schweden-Knigge: Wer „Köttbullar" wie „Kottbullar" ausspricht, outet sich schnell als Tourist. Die Aussprache klingt eher wie „Schöttbullar".

Blåbärssoppa: Die schwedische Blaubeersuppe mit Tradition

Blåbärssoppa, die schwedische Blaubeersuppe, gehört zu den bekanntesten Süßspeisen Schwedens. Sie kann sowohl warm als auch kalt serviert werden und wird traditionell aus Blaubeeren, Wasser, Zucker und Zimt zubereitet. Die fruchtige Suppe ist nicht nur als Dessert beliebt, sondern gilt auch als energiereiche Stärkung für Sportler. Besonders bekannt ist Blåbärssoppa beim Vasaloppet, dem traditionsreichen Skilanglaufrennen in Schweden, wo die Teilnehmer entlang der Strecke mit Blaubeersuppe versorgt werden. Bis heute ist Blåbärssoppa ein fester Bestandteil der schwedischen Esskultur.

Kanelbullar: Schwedens süßer Exportschlager

Dass Kanelbullar, also Zimtschnecken, in Schweden sehr beliebt sind, ist längst kein Geheimnis mehr. Nicht umsonst feiert man hierzulande seit mehr als 15 Jahren am 4. Oktober den Kanelbullens dag, also den „Tag der Zimtschnecke“. Die „moderne“ Zimtschnecke gibt es seit etwa 1920. Während des Ersten Weltkrieges waren Zutaten wie Zucker, Butter, Mehl und Zimt rationiert. Als diese nach Kriegsende wieder erhältlich waren, begannen einige Kaffeehäuser und Bäckereien mit dem Verkauf von Zimtschnecken. Zur damaligen Zeit waren diese jedoch ein regelrechter Luxus und haben sich erst im Laufe der Zeit zum Standardrepertoire jeder schwedischen Bäckerei entwickelt.

Die schwedische Zimtschnecke ist weltweit beliebt

Kanelbullar gehören zu Schwedens erfolgreichsten kulinarischen Exporten. Allein bei IKEA werden weltweit jedes Jahr mehr als 25 Millionen Zimtschnecken verkauft.

Dammsugare: Schwedische Punschrollen

Wörtlich übersetzt bedeutet Dammsugare Staubsauger. Gleichzeitig bezeichnet dammsugare jedoch auch ein schwedisches Gebäck, das in Deutschland als Punschrolle bekannt ist. Die Punschrollen bestehen üblicherweise aus Kuchenkrümeln, Butter, Zucker, Kakao und Arak und stechen besonders durch ihre giftgrüne Marzipanumhüllung hervor. Den Spitznamen Staubsauger hat das kleine Gebäck übrigens den rollenförmigen Staubsaugern zu verdanken, die in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts weit verbreitet waren.

Prinsesstårta: Die beliebteste Torte der Schweden

Hier kommt Nummer zwei in der Kategorie „grünes schwedisches Gebäck“: die Prinsesstårta, zu Deutsch Prinzessinnentorte – Standardware einer jeden Konditorei und meistverkaufte Torte Schwedens. Eine Prinzessinnentorte besteht aus hellem Kuchenteig, Vanillecreme, Konfitüre, viel Sahne und einem grünen Marzipanmantel. Das ursprüngliche Rezept stammt aus dem Jahr 1948 und dem Prinsessornas kokbok (Kochbuch der Prinzessinnen) von Jenny Åkerström, die drei Prinzessinnen des schwedischen Königshauses unterrichtete.

Auch die schwedische Prinsesstårta hat in Deutschland ihre Anhänger gefunden. Anders als Kanelbullar ist sie aber kein Massenprodukt und wird eher als besondere Festtagstorte wahrgenommen.

Semla: Schwedens süße Antwort auf den Berliner

Die Semla gehört zu den bekanntesten schwedischen Süßspeisen und wird traditionell vor Beginn der Fastenzeit gegessen. Höhepunkt des Semla-Verzehrs ist Fettisdagen, der schwedische Faschingsdienstag. Eine klassische Semla besteht aus einem luftigen Hefebrötchen, das mit Mandelmasse und Schlagsahne gefüllt und mit einem mit Puderzucker bestreuten Deckel versehen wird. Die schwedische Spezialität hat eine lange Tradition und gehört für viele Schweden fest zur Winterzeit.

Schweden lieben Semlor

Die Beliebtheit der Semla ist beeindruckend: Jedes Jahr werden in Schweden schätzungsweise 40 bis 50 Millionen Semlor gegessen. Allein am Fettisdagen werden rund sechs Millionen Semlor verzehrt. Ein exaktes deutsches Pendant gibt es nicht. Am ehesten lässt sich die Semla mit dem Berliner vergleichen. Beide Gebäcke sind eng mit den Traditionen vor der Fastenzeit verbunden und zählen zu den beliebtesten saisonalen Süßspeisen ihrer Länder. Für viele Deutsche ist die Semla deshalb eine vertraute und gleichzeitig typisch schwedische Variante eines klassischen Faschingsgebäcks.

Falukorv: Schwedische Wurst mit deutscher Geschichte

Die Falukorv ist eine traditionelle schwedische Wurst aus der mittelschwedischen Stadt Falun. Die Geschichte der Wurstspezialität reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, als in Falun das größte Bergwerk Schwedens betrieben wurde. Für die Herstellung der im Bergbau benötigten Seile wurden große Mengen Ochsenleder verwendet, wodurch erhebliche Fleischüberschüsse entstanden. Deutsche Bergleute, die damals einen wichtigen Teil der Belegschaft stellten, kamen auf die Idee, aus dem Fleisch Wurst herzustellen und diese unter anderem in Stockholm zu verkaufen. Heute gehört die Falukorv zu den bekanntesten schwedischen Alltagsgerichten und wird häufig gebraten, gegrillt oder im Ofen überbacken serviert.

Smörgåstårta: Die beliebte schwedische Sandwichtorte für Feste und Feiern

Die Smörgåstårta ist eine traditionelle schwedische Sandwichtorte, die trotz ihres Namens kein Dessert ist. Wörtlich übersetzt bedeutet Smörgåstårta zwar „Butterbrottorte“, tatsächlich handelt es sich jedoch um eine mehrschichtige herzhafte Spezialität aus Schweden. Der Aufbau erinnert an eine klassische Torte, besteht jedoch aus mehreren Lagen Brot und salzigen Zutaten. Besonders beliebt sind Mayonnaise, Garnelen, Eier, Gurken und Tomaten. Die schwedische Sandwichtorte wird häufig zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstagen, Weihnachten oder anderen Feierlichkeiten serviert und gehört zu den bekanntesten Spezialitäten der schwedischen Küche.

Ostkaka: Die schwedische Antwort auf Käsekuchen

Ostkaka ist ein traditioneller schwedischer Käsekuchen aus der südostschwedischen Region Småland. Die Spezialität hat eine lange Geschichte, die vermutlich bis ins Mittelalter zurückreicht. Historische Belege für den schwedischen Käsekuchen gibt es bereits seit der Mitte des 16. Jahrhunderts. Hergestellt wird Ostkaka hauptsächlich aus Milch, Lab und Mehl. Serviert wird der schwedische Käsekuchen traditionell mit Früchten, Marmelade oder Sahne und gehört bis heute zu den beliebtesten Desserts in Småland.