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Hightech aus Deutschland trifft auf skandinavische Innovationskraft

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Mit der Gründung ihrer Tochtergesellschaft in Stockholm setzt Becker Mining Systems ein starkes Zeichen für den skandinavischen Markt. Im Interview mit der Deutsch-Schwedischen Handelskammer spricht Regionalleiter Leon Klein über Chancen, kulturelle Hürden und die Rolle von KI und Nachhaltigkeit für die Zukunft des Bergbaus in Europa.

Porträt von Leon Klein, Regionalleiter von Becker Mining Schweden

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Becker Mining Systems AG

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Untertitel

Leon Klein

Foto: Becker Mining

Foto: Becker Mining

Becker Mining Systems AG mit Hauptsitz in Saarbrücken, nahe der französischen Grenze, ist ein international tätiges Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Lieferung von intelligenten Systemlösungen für den Untertagebau spezialisiert hat.

Die schwedische Tochtergesellschaft Becker Mining Sweden AB mit Sitz in Stockholm agiert als regionaler Ansprechpartner für Kunden in Skandinavien. Sie bietet maßgeschneiderte Lösungen und direkten Zugang zu den innovativen Produkten des Mutterkonzerns.

Was war der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung, Becker Mining auf dem schwedischen Markt zu etablieren?

Leon Klein: Schweden zählt für Becker Mining Systems zu den Schlüsselregionen Europas – vor allem wegen seiner kritischen Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Seltene Erden, die für die grüne Transformation und geopolitische Unabhängigkeit unverzichtbar sind. Die hohe Innovationsbereitschaft, technologische Fortschritte und Investitionen in Automatisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung machen Schweden zu einem attraktiven Standort. Neben dem schwedischen Bergbau sind auch die zahlreichen und weltweit technisch wegweisenden Tunnelbauprojekte ein Grund für die Investitionsentscheidung.

Wie verlief der Weg von der Planung bis zur Gründung der schwedischen Tochtergesellschaft? Mit welchen Herausforderungen waren Sie konfrontiert?

Leon Klein: Die Gründung einer schwedischen Gesellschaft ist grundsätzlich weniger bürokratisch als in Deutschland. Dennoch ist sie mit praktischen Herausforderungen verbunden. Eine frühzeitige Einbindung der Handelskammer hätte den Prozess möglicherweise beschleunigen können.

Eine besondere kulturelle Herausforderung war das Verständnis für die feinen kommunikativen Nuancen in Schweden. Entscheidungen werden dort oft konsensorientierter und diplomatischer getroffen als in Deutschland. Die Unterstützung durch die Deutsch-Schwedische Handelskammer, insbesondere bei Messeauftritten und Gesprächen, half dabei, kulturelle Unterschiede besser zu verstehen und die Kommunikation gezielter anzupassen.

„Die Unterstützung durch die Deutsch-Schwedische Handelskammer, insbesondere bei Messeauftritten und Gesprächen, half dabei, kulturelle Unterschiede besser zu verstehen und die Kommunikation gezielter anzupassen.“

Leon Klein, Regionalleiter Becker Mining Sweden AB

Gab es Erfahrungen oder Überraschungen auf dem Weg nach Schweden?

Leon Klein: Eine wichtige Erkenntnis war die hohe Investitionsbereitschaft schwedischer Unternehmen in den Bereichen Sicherheit, Innovation und Nachhaltigkeit. Die Bergbauindustrie in Schweden ist stark traditionsgeprägt und seit Jahrhunderten etabliert. Für neue Marktteilnehmer wie Becker Mining war es daher einfacher, über etablierte Partner wie die Deutsch-Schwedische Handelskammer erste Kontakte zu knüpfen. Mit der Gründung der Niederlassung öffneten sich weitere Türen. Die Teilnahme an Branchenevents sowie der kontinuierliche Austausch sind dabei entscheidend für den Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen.

Welche Zukunftsstrategie verfolgen Sie für den schwedischen Markt?

Leon Klein: Langfristig plant Becker Mining Systems den Aufbau eines Servicecenters in Schweden, um den gesamten nordischen Markt – einschließlich Dänemark, Norwegen und Finnland – effizienter bedienen zu können. Eine lokale Referenz gilt dabei als entscheidender Türöffner. Neben innovativen Hardwarelösungen in den Bereichen Energieverteilung, Automatisierung, Kommunikation und Transport setzen wir auf KI-gestützte Lösungen, die speziell für den Bergbau entwickelt wurden. Unser Ziel ist es, diese Technologien schrittweise in schwedischen Bergwerken zu implementieren und so einen nachhaltigen Beitrag zur Digitalisierung der Branche zu leisten.

FAKTEN: Becker Mining Systems

  • Gründung: 1964 in Friedrichsthal, Deutschland

  • Mitarbeitende: Rund 1.500 weltweit

  • Umsatz: Ca. 300 Millionen Euro (geschätzt, je nach Jahr)

  • Länder: In über 30 Ländern vertreten, mit Tochtergesellschaften in Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika und Australien

  • Produktion: Eigene Fertigungsstandorte in Deutschland, Polen, Südafrika, China, Kanada, Mexico, Australien und den USA

  • Besondere Merkmale: Becker Mining Systems bietet integrierte Lösungen für Energieverteilung, Automatisierung, Kommunikation und Transport im Bergbau. Das Unternehmen setzt auf Digitalisierung, Elektrifizierung und zunehmend auch KI-basierte Systeme zur Effizienzsteigerung und Sicherheit. Nachhaltigkeit und Innovationskraft stehen im Fokus der internationalen Wachstumsstrategie.