An wen richten Sie sich?
Edward Kallerman: Die Deutsche Telekom zielt vor allem auf große und mittelständische Unternehmen und Organisationen ab, die ihren Betrieb digitalisieren und die Möglichkeit einer sicheren und hochwertigen Kommunikationstechnologie nutzen wollen. Wir haben bereits mehrere strategische Partnerschaften mit schwedischen Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Telekommunikation und Finanzwesenen sowie dem öffentlichen Sektor.
Lars Theobaldt: Detecon Consulting konzentriert sich in erster Linie auf die digitale Transformation mit dem Ziel, die Effizienz zu steigern und neue Geschäftsmodelle sowie neue Arbeitsweisen zu schaffen, vor allem für Kundinnen und Kunden aus der Telekommunikationsbranche und der Industrie. Gesteigerte Innovation und Effizienz sind laut unseren Studien auch die Kriterien, mit denen Unternehmen den Erfolg neu eingeführter Technologien messen. Wir helfen ihnen, ihre Herausforderungen und Möglichkeiten zu analysieren, ihre Ziele und Visionen zu definieren und die besten Lösungen für ihre Situation umzusetzen. Wir sind nicht an ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Plattform gebunden, sondern können individuelle Lösungen anbieten. Stockholm ist ein idealer Standort für unsere Expansionsziele auf dem nordischen Markt.
Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Ihren Unternehmen aus und wie schaffen Sie daraus Synergien?
Edward Kallerman: Unsere Unternehmen passen sehr gut zusammen. Wir ergänzen uns gegenseitig und können Kundinnen und Kunden, die ihr Geschäft digitalisieren wollen, eine Komplettlösung anbieten – von der Infrastruktur bis zur Strategie. Sobald Unternehmen über eine zuverlässige Infrastruktur und eine vernetzte IT- Umgebung verfügen, die wir bereitstellen können, kann Detecon bei der Transformation und der Optimierung von Prozessen mit KI helfen.
Lars Theobaldt: Wir haben auch eine gute Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen unseren Unternehmen und können unsere Kompetenzen bündeln, wenn die Kunden dies wünschen.
Welche Herausforderungen sehen Sie bei Ihren Kunden?
Edward Kallerman: Ein Beispiel für eine Kundenlösung könnte sein, dass ein Unternehmen den Telekommunikationsanbieter in ganz Europa und dem Rest der Welt wechseln möchte. Über unsere Partner weltweit bieten wir verschiedene Medien mit zusätzlicher Sicherheit an, z. B. Internet-Verbindungen mit SLA, SASE/SDWAN und SDLAN-Lösungen zur sicheren und verschlüsselten Kommunikation zwischen Branchen und Ländern. Gleichzeitig können wir von der Kompetenz und den Dienstleistungen des Konzerns profitieren, wie z. B. dedizierter Internetverkehr mit traditionellem MPLS (Anm. d. Red.: eine Technik, die verwendet wird, um den Datenfluss in einem Netzwerk zu optimieren und zu verbessern).
Die Stadt Stockholm nutzt beispielsweise Zoom X, einen von der Deutschen Telekom zusammen mit Zoom entwickelten Videodienst für digitale Meetings. Die Kommunikation außerhalb Europas stellte eine große Herausforderung dar, bei der wir der Organisation helfen konnten. Unsere Technologie unterstützt Unternehmen auf ihrem Weg in die Cloud mit einer Reihe von Lösungen, die die Leistung, Kosten und Sicherheit der IT-Infrastruktur eines Unternehmens optimieren.
Ein anderes Unternehmen aus dem Life-Science-Sektor benötigte eine Technologie, die sicherstellt, dass die Kommunikation mit dem Gesundheitssektor nicht beeinträchtigt wird.
Lars Theobaldt: Unsere Kunden sind oft multinationale Unternehmen, die eine Vision davon haben, was sie mit ihren softwarebasierten Lösungen im Telekommunikationsnetzt erreichen wollen. Wir erstellen zunächst eine Analyse und dann einen Plan samt Berechnung der Profitabilität der Investition. Ist der Kunde mit unseren Leistungen zufrieden, können wir auch bei der Umsetzung helfen, oft mit Hilfe anderer Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom. Wir sind häufig bereits in die F&E-Aktivitäten unserer Kunden eingebunden. Ein Unternehmen benötigte beispielsweise ein Cloud-Cluster (Anm. d. Red.: eine Sammlung von Servern in der Cloud, die zusammenarbeiten), um die Leistung und Verfügbarkeit von Daten und Anwendungen, aber auch die Sicherheit ihrer F&E-Aktivitäten zu verbessern. Wir waren in der Lage, Pläne recht zügig, sicher und vereinfacht zu definieren und umzusetzen. Eine Reise, die etwas mehr als zwei Jahre gedauert hat.
Wie sicher sind die IT-Umgebungen von Unternehmen?
Edward Kallerman: Viele bremsen ihre Investitionen. Sicherheit ist teuer, und denken: „das wird mir nicht passieren”. Cyberangriffe geschehen jedoch ständig. Hackergruppen dringen überall ein. Man muss nur einen Plan haben, was man im Falle eines Angriffs unternehmen kann, und dafür sorgen, dass der Schaden so gering wie möglich gehalten wird, wenn es passiert.
In Szenarien, in denen wir Nutzer, Systeme oder Produkte miteinander verbinden müssen, um bestimmte Ziele zu erreichen, das Unternehmen aber keine Multi-Cloud-Verbindung hat, ist das Ergebnis nicht gut. (Anm. d. Red: Multi-Cloud ist die Nutzung von Cloud-Diensten mehrerer Anbieter zur Optimierung von Leistung, Kosten und Sicherheit der IT-Infrastruktur eines Unternehmens.)