Die Parlamentswahlen in Schweden blieben bis zum Donnerstag, dem 17.9., ein knappes Rennen. Was das nun für die Verhandlungen bedeutet, erklärt der ARD-Korrespondent in Schweden, Christian Stichler.
16. September 2026
Analyse nach dem Wahlsonntag in Schweden
16. September 2026
Die Parlamentswahlen in Schweden blieben bis zum Donnerstag, dem 17.9., ein knappes Rennen. Was das nun für die Verhandlungen bedeutet, erklärt der ARD-Korrespondent in Schweden, Christian Stichler.
Es wurde Donnerstag, bis das Ergebnis des Wahlsonntags in Schweden klar war und Magdalena Andersson und ihre Sozialdemokraten mit rund 28 Prozent die Wahlen gewannen. Im Gespräch mit uns ordnete ARD-Korrespondent Christian Stichler das ein und machte einen Unterschied zu Deutschland klar: „In Schweden wird immer noch sehr deutlich in diesen Blöcken gedacht.“
Auf der linken Seite des Blockes finden sich dabei Sozialdemokraten, Vänster, Miljöpartiet und die landwirtschaftlich-liberale Centerpartiet. Auf dem bürgerlichen Block hingegen finden sich die sogenannten Tidö-Parteien, welche bislang eine Regierung bildeten: Moderaterna, Liberalerna, die Kristerdemokraten und – allerdings nur geduldet und nicht in der Regierung vertreten – die rechtsaußen Partei der Schwedendemokraten.
Stichler ordnet die Lage folgendermassen ein: „Die meisten Beobachter glauben, dass jetzt versucht wird, in diesem breiten linken Spektrum, also vom liberalen Zentrum bis zu der Linkspartei, eine Lösung zu finden.“ Dabei geht er von einigen Wochen, vielleicht sogar Monaten aus.
Das Szenario, dass die Wahl einer möglichen Ministerpräsident viermal scheitert und somit zu Neuwahlen führt, hängt ebenfalls im Raum – ist jedoch unwahrscheinlich.
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