Die verschlechterte Sicherheitslage, der andauernde Krieg auf dem europäischen Kontinent und die zunehmende geopolitische Rivalität haben Verteidigung, Sicherheit und Resilienz aus dem Randbereich ins Zentrum der Wirtschafts- und Industriepolitik gerückt. Gleichzeitig hat sich der Weltraum als neue strategische Domäne etabliert, die eng mit den Entwicklungen am Boden verknüpft ist – von sicherer Kommunikation bis hin zur militärischen und zivilen Resilienz.
Teilweise neue Bereiche gelten heute als strategische Investition – und als Treiber für Innovation, technologische Entwicklung und wirtschaftliches Wachstum. Verteidigungsfähigkeit, Energiesicherheit, Schutz kritischer Infrastruktur, digitale Robustheit und widerstandsfähige Lieferketten sind nicht nur für Europas Sicherheit entscheidend, sondern auch für unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Diese Entwicklung stellt neue Anforderungen an Führung – politisch, militärisch und wirtschaftlich. Die Gesamtverteidigung muss für jeden Unternehmensvorstand zu einem selbstverständlichen Thema werden. Die Fähigkeit der Unternehmen, Krisen zu bewältigen, Kontinuität zu sichern und zur gesellschaftlichen Resilienz beizutragen, ist kein Nebenaspekt mehr, sondern ein strategischer Vorteil.
Für die deutsche und schwedische Wirtschaft eröffnen sich neue Perspektiven: Industrielle Kooperation, fortgeschrittene Technologien und starke Innovationsumgebungen können dazu beitragen, Europas Sicherheit zu stärken – und gleichzeitig die Wirtschaft anzukurbeln. Die Frage ist nicht mehr, ob sich die Wirtschaft engagieren sollte, sondern wie.
Können Verteidigung, Sicherheit und Resilienz zu neuen Wachstumsmotoren für die europäische Wirtschaft werden – und welche Voraussetzungen sind dafür nötig?
Was bedeutet es konkret, wenn die Gesamtverteidigung zu einem Vorstandsthema wird?
Wie müssen Unternehmensleitungen Risiko, Verantwortung und Bereitschaft neu bewerten?
Wie kann die Wirtschaft zu einer erhöhten gesellschaftlichen Resilienz beitragen, ohne Offenheit, Nachhaltigkeit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden?
Welche Rolle spielt die deutsch-schwedische industrielle Zusammenarbeit für die Stärkung von Europas Verteidigungsfähigkeit und strategischer Handlungsfreiheit?
Wie lassen sich Investitionen in Verteidigung und Sicherheit mit der grünen Transformation, Digitalisierung und dem Umbau des Energiesystems verbinden?