Das Seminar in der Deutsch-Schwedischen Handelskammer war gut besucht.

Cecilia Warrol über Status quo, Trends und Herausforderungen von Industrie 4.0 in Schweden.

Marc Schlüter, Taktomat GmbH, stellte die Vorteile ihrer Produktlösungen vor.

Nach dem Seminar standen die deutschen Unternehmen für Einzelgespräche zur Verfügung.

Zufriedene Teilnehmer.

Zeit für interessante Gespräche.

Spannender Besuch bei Scania Commercial Vehicles.

Vor der Konzernzentrale von SKF in Göteborg.

Zu Gast in der Deutschen Botschaft in Stockholm.

Industrie 4.0 bietet viel Potenzial für deutsch-schwedische Kooperationen

11.06.2019

Vom 21.05.2019 bis zum 24.05.2019 führte die Deutsch-Schwedische Handelskammer im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnungsreise nach Schweden durch. Es handelte sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

Deutschland ist traditionell Schwedens größter Handelspartner und hat als Lieferant und Abnehmerland seit vielen Jahren eine bedeutende Stellung. 2019 war Schweden als erstes nordeuropäisches Land Partnerland der Hannover Messe, der weltgrößten Industriemesse. Damit liegt ein noch stärkerer Fokus auf deutsch-schwedischen Kontakten. In Deutschland steht Industrie 4.0 bei Politik und Wirtschaft aktuell weit oben auf der Agenda und auch in Schweden arbeitet man intensiv an der vierten industriellen Revolution. Damit ist der Zeitpunkt für deutsche Unternehmen, die ihre Geschäftschancen in Schweden wahrnehmen, jetzt ideal. Das „window of opportunity“ steht weit offen. Nicht nur für schwedische KMU, sondern auch für die großen Industrieunternehmen ist die Umstellung eine große Herausforderung. Damit bietet sich für deutsche Unternehmen, auch und gerade im Bereich Automatisierung und IKT, ein interessanter Markt.

Deutsche Unternehmen hoch im Kurs 

Die Geschäftsanbahnungsreise verfolgte zwei Ziele, die Hand in Hand miteinander gehen: Zum einen, den Teilnehmern den schwedischen Markt, seine Rahmenbedingungen und Hauptakteure zu präsentieren und zum anderen, individuelle Geschäftskontakte zu potenziellen schwedischen Kunden und Partnern zu knüpfen. Die Reise bestand daher aus mehreren Bausteinen. Den Auftakt bildete nach einem kurzen Marktbriefing eine Präsentationsveranstaltung, auf der die deutschen Teilnehmer ihre Produkte und Dienstleistungen vor einem Fachpublikum vorstellen konnten. Zusätzlich referierten ein deutscher und ein schwedischer Keynote Speaker über status quo und Herausforderungen für die Digitalisierung der Industrie in ihren Ländern. Deutscher Keynote Speaker war Herr Dr. Dominik Rohrmus vom Labs Network Industrie 4.0 und für die schwedische Seite sprach Cecilia Warrol vom schwedischen Pendant, Produktion 2030. Gefolgt wurde diese Veranstaltung von Unternehmensbesuchen bei potenziellen Partnerunternehmen sowie individuell arrangierten Einzelgesprächen nach den Bedarfsprofilen der deutschen Teilnehmer. Dieser Dreiklang ermöglichte es den Delegationsteilnehmern, am Ende der viertägigen Reise den schwedischen Markt im Hinblick auf die eigenen Geschäftschancen beurteilen zu können. 

Gelungener deutsch-schwedischer Austausch

Die teilnehmenden deutschen Unternehmen stammten aus den Bereichen Automatisierung und IKT, darunter im Besonderen Anlagen- und Sondermaschinenbau, Robotics und Cobots, IoT und Mess- und Steuertechnik sowie Reinraumtechnologie. Die priorisierten schwedischen Fokusbranchen waren sowohl Automotive und Zulieferer als auch Lebensmittel- und Verpackungsindustrie. Dementsprechend führte die Geschäftsanbahnungsreise die acht teilnehmenden Unternehmen in Schwedens Hauptstadt Stockholm sowie das Herz der Automobilindustrie, Göteborg. Die Präsentationsveranstaltung fand in den Räumen der Deutsch-Schwedischen Handelskammer mit ca. 60 Teilnehmern aus den Fokusbranchen sowie Multiplikatoren, Verbände und Forschungseinrichtungen statt. Anschließend hatte die Deutsch-Schwedische Handelskammer drei Unternehmensbesuche arrangiert, die die Fokusbranchen abdeckten: der Nutzfahrzeughersteller Scania CommercialVehicles (CV), das Verpackungsunternehmen Flexlink und der Kugellagerhersteller SKF. Zusätzlich konnte ABB Food und Beverage für einen Inspirationsvortrag gewonnen werden. Die Besuche bei Scania CV und Flexlink beinhalteten Besichtigungen deren Smart Factory Labore, in denen die deutschen Unternehmen einen direkten Einblick in die Forschungsaktivitäten der Unternehmen im Bereich Industrie 4.0 erhielten. Hier entwickelten sich lebhafte Diskussionen zu den gezeigten Technologieansätzen, die z.T. ideale Vorlagen für die anschließenden Präsentationen der Unternehmen lieferten. SKF in Göteborg zeigte dagegen bereits den nächsten Schritt vom Labor in die Produktion: eine vollautomatisierte und digitalisierte Fabrik für Kugellager. Diese Fabrik der Zukunft, eines der herausragendsten best practice Modelle in Schweden, wurde vor zwei Jahren eingeweiht und soll den Weg zu einer Flexibilisierung der Produktion bei gleichzeitiger Kostensenkung durch Standardisierung weisen.

Testbeds und Plattformlösungen der Schlüssel zum Erfolg

Ein Ergebnis der gesamten Reise ist, dass das Thema Industrie 4.0 viel Potenzial für unternehmerische Kooperation zwischen Deutschland und Schweden liefert. Eine sehr effektive Möglichkeit, gemeinsam an neuen Lösungen zu arbeiten, sind Testbeds, die unterschiedliche Akteure aus mehreren Ländern zusammenbringen. Die größten Herausforderungen im Bereich Industrie 4.0 liegen zurzeit nach übereinstimmender Aussage aller Partner im Bereich Künstliche Intelligenz und Cyber Security. Gerade der letzte Bereich ist für produzierende Unternehmen von nicht zu unterschätzender Bedeutung, da im Falle eines Softwareangriffs direkt die Sicherheit der Unternehmensmitarbeiter betroffen ist. Damit ergeben sich wertvolle Anknüpfungspunkte für die Fortsetzung des deutsch-schwedischen Dialogs im Bereich Industrie 4.0 – das „window of opportunity“ wird noch eine Weile offenstehen. Nutzen Sie also die Gelegenheit, falls Sie sich für den schwedischen Markt interessieren. Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung, auch falls Sie an der Teilnahme an einer Markterschliessungsreise interessiert sind. 

 

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Dr. Verena Adamheit

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