Eine Langzeitbelichtung einer Autobahn bei Nacht: die Lichter der Autos erscheinen als lange Striche.

Ein steter Strom an Waren und Dienstleistungen

Der wirtschaftliche Austausch zwischen Schweden und Deutschland macht nie Pause.

Handel zwischen Schweden und Deutschland

Bereits seit der Hansezeit betreiben Deutschland und Schweden intensiven Handel miteinander. Der wirtschaftliche Austausch hat in beiden Ländern zu Wachstum und Entwicklung beigetragen. Heute ist Deutschland Schwedens größter internationaler Handelspartner.

Etwa 20 Prozent aller nach Schweden eingeführten Waren kommen aus Deutschland. Im vergangenen Jahr summierte sich deren Wert auf etwa 22,3 Milliarden Euro. In die umgekehrte Richtung gehen jährlich gut 10 Prozent der schwedischen Exporte (Wert: 13 Milliarden Euro 2015). Deutschland hat für Schweden daher enorme Bedeutung als Lieferant und Abnehmerland. Aber auch für Deutschland ist die größte Volkswirtschaft Nordeuropas einer der wichtigsten Handelspartner innerhalb der EU.

Unter den deutschen Exporten nach Schweden machen Maschinen, Kraftfahrzeuge und Fahrzeugkomponenten, chemische Produkte sowie Elektronik die größten Warengruppen aus. Lebensmittel waren in den vergangenen Jahren ein Wachstumssegment. Aus Schweden sind in Deutschland hingegen vor allem Papier und Papierprodukte, Maschinen und Maschinentechnik, pharmazeutische Erzeugnisse, Fahrzeuge, Metalle sowie chemische Erzeugnisse gefragt.

Die Basis der guten Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern bildet die verarbeitende Industrie, die sich in vielerlei Hinsicht ähnelt und ergänzt. Die Unternehmen auf beiden Seiten der Ostsee konkurrieren miteinander und sind gleichzeitig Partner. Viele Waren werden ex- und später wieder importiert – in einem Produkt eingebaut oder auf andere Art und Weise weiterverarbeitet.

Insgesamt gibt es etwa 950 deutsche Unternehmen in Schweden (mindestens 51 Prozent der Unternehmensanteile in deutscher Hand, teilweise mehrere Unternehmen aus dem gleichen Konzern), die meisten davon mit Sitz in den Ballungsgebieten um Stockholm, Göteborg und Malmö. Zu den größten deutschen Investoren zählen Siemens, Bosch, DB Schenker, DHL und die Volkswagen-Gruppe, letztere insbesondere seit dem Kauf von Scania.

Der starke Privatkonsum in Schweden hat zahlreiche deutsche Einzelhandelsketten angelockt, unter anderem Lidl, Mediamarkt, Hornbach und Bauhaus. Baukonzerne wie Hochtief, Bilfinger, Strabag und Züblin haben angesichts der großen Infrastrukturprojekte in Stockholm und anderen Landesteilen den Sprung über die Ostsee gewagt.

Umgekehrt haben sich etwa 1100 schwedische Unternehmen in Deutschland niedergelassen. Ein Großteil dieser Firmen hat seinen Sitz in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen. Danach folgen Berlin und Hamburg auf den Plätzen vier und fünf in der schwedischen Beliebtheitsskala. Zu den größten Investoren zählen etwa Vattenfall, Electrolux, Ikea, H&M, SKF, SCA und SEB.

In den letzten Jahren flossen viele der neuen schwedischen Investitionen in Deutschland in den IT-Sektor, gefolgt von der Textil- und Modebranche. Regional gesehen stehen Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen derzeit hoch im Kurs. Schwedische Einzelhändler zieht es jedoch vor allem nach Hamburg, wo in den vergangenen zwei Jahren unter anderem Ketten wie Stadium, Clas Ohlson, Granit und Indiska Filialen eröffnet haben. Für schwedische Online-Händler wird Deutschland ebenfalls zunehmend zu einem interessanten Markt.

 

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Die Deutsch-Schwedische Handelskammer ist Repräsentant von Germany Trade & Invest in Schweden. Außerdem gehören wir dem sogenannten Team Sweden an – einer von der schwedischen Regierung 2016 ins Leben gerufenen Gruppe von Behörden und Organisationen, die Unternehmen bei ihren Internationalisierungsbemühungen zur Seite stehen.