Foto: Indiska

Indiska erobert den deutschen Markt

Beim Markteintritt stand die Handelskammer in Fragen zur Unternehmensgründung, zum Arbeitsrecht, zu Mietveträgen und der Entsorgungspflicht für Verpackungen beratend zur Seite.

Eine schwedische Modekette mit indischem Profil in Deutschland: Das ist das Familienunternehmen Indiska, welches 1901 gegründet wurde und seit Anfang der 1950er-Jahre von der Familie Thambert geleitet wird. Als erstes Land außerhalb Nordeuropas hat Indiska nun den Schritt nach Deutschland gewagt. Anfang November 2014 eröffnete man einen Laden im Einkaufszentrum Hamburger Meile, nur fünf Stationen vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt.

Erste Filiale außerhalb Nordeuropas in Hamburg

„Wir haben große Erwartungen an unsere Deutschlandstrategie und sind bislang auf großes Interesse für unser einzigartiges Konzept gestoßen“, sagt Claes Fahlberg, Expansionschef bei Indiska.

Außer in Deutschland betreibt Indiska 100 Läden in Schweden, Norwegen und Finnland sowie ein Franchisegeschäft auf Island. Das Sortiment besteht sowohl aus Einrichtungsgegenständen als auch indisch inspirierter Damenmode. Alle Produkte werden von eigenen Designern entworfen und zu circa 70 Prozent in Indien produziert.

„Die Wahl ist auf Deutschland gefallen, weil der deutsche Markt, vor allem im Norden und Osten, viele Gemeinsamkeiten mit dem skandinavischen aufweist. Unsere Strategie zielt auch darauf ab, uns als schwedisches Unternehmen zu vermarkten – allerdings mit indischem Profil“, erklärt Claes Fahlberg.

Umfassende Unterstützung durch die Handelskammer

Vor der Ansiedlung wurde die Deutsch-Schwedische Handelskammer beauftragt, unter anderem für Beratung zur Unternehmensgründung in Deutschland, zu Arbeitsrecht, Mietverträgen und der Entsorgungspflicht für Verpackungen.

„Der deutsche Markt ist groß und nicht ganz einfach. Daher braucht man einen Partner, der einem den richtigen Weg zeigt. Nun sind wir vor Ort und wenn alles läuft wie geplant, rechnen wir damit, mittelfristig weitere Geschäfte in Deutschland zu eröffnen, vor allem in Hamburg und Berlin“, so Claes Fahlberg.