Bundespräsident Gauck im Gespräch mit Spitzenvertretern der schwedischen Wirtschaft

in
Bundespräsident Joachim Gauck wird von Lars G Josefsson begrüßt (Präsident der Deutsch-Schwedischen Handelskammer)...
...und von Ralph-Georg Tischer (GF der Deutsch-Schwedischen Handelskammer).
Bundespräsident Gauck begrüßt Olof Persson, Konzernchef Volvo, der im Herbst neuer Präsident der Handelskammer wird.
Energie, Schuldenkrise und Wirtschaftswachstum waren die Schwerpunkte bei der Diskussion zwischen Bundespräsident Gauck und Spitzenvertretern der schwedischen Wirtschaft, die in der Deutsch-Schwedischen Handelskammer am 4. Mai 2012 stattfand.

Am Gespräch in der Handelskammer nahmen 12 Vertreter der schwedischen Wirtschaft teil.
„Es war eine interessante Gesprächsrunde, in der die Teilnehmer offen über Herausforderungen in den deutsch-schwedischen Handelsbeziehungen und in der europäischen Zusammenarbeit diskutiert haben", so die Einschätzung der Pressesprecherin der Deutsch-Schwedischen Handelskammer, Malin Johansson.

Frau Johansson, wie war das Gespräch?
Wir hatten den Eindruck, dass sich der Bundespräsident den Ansichten der Wirtschaftsvertreter interessiert annahm und auf die Fragen und Anmerkungen der Teilnehmer einging. Dieses Feedback bekamen wir ebenfalls von den Teilnehmern direkt im Anschluss an das Gespräch.

Worum ging es in der einstündigen Diskussionsrunde?
Die Schuldenkrise in Europa war eines der zentralen Themen. Der Bundespräsident betonte, dass Deutschland auch in schwierigen Zeiten an der europäischen Zusammenarbeit festhalte. Ein Anliegen der Anwesenden war, dass im Finanzsektor einheitliche Regeln für alle europäischen Länder gelten sollten, um so Wettbewerbsnachteilen entgegenzuwirken. Weiterhin wurde die Notwendigkeit diskutiert, mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren, um die europäischen Spitzenkompetenzen weiter zu sichern und auszubauen. Es sei ja schließlich der technische Vorsprung in unseren Ländern, der viele deutsche und schwedische Unternehmen international erfolgreich macht.

Gab es Kommentare zur Energiewende?
Ja, viele Teilnehmer sahen ein großes Potenzial in der Energiewende. Zugleich wurden aber auch Bedenken gegenüber den doch umfangreichen Investitionen in den Ausbau der Energienetze und der weiteren Entwicklung erneuerbarer Energien geäußert, die im Zuge der Energiewende notwendig werden. Ebenso wurde der Mangel an konkreten Plänen, wie dies bewerkstelligt werden soll, diskutiert. Der Bundespräsident sah ebenfalls die Herausforderungen, die mit der Energiewende einhergehen, aber er betonte auch, dass dafür von deutscher Seite in den kommenden Jahren ein milliardenschweres Förderbudget bereitstehen werde, unter anderem auch für die Entwicklung der Elektromobilität.

Moderiert wurde die Diskussion von Lars G Josefsson, Präsident der Deutsch-Schwedischen Handelskammer. Anwesend waren Vorstandsvertreter der schwedischen Unternehmen AB Volvo, Investor AB, Ericsson, IK Investment Partners, ABB, Electrolux, Handelsbanken, Scania, Stena, Vattenfall, Volvo Cars und Bodafors Trä.