Transport/Logistik

Månadens medlemreferens

Die Fluggesellschaft BRA, die 2016 aus mehreren fusionierten schwedischen Regionalairlines hervorgegangen ist, startet nun richtig durch. Neben Linien in 13 schwedische Städte, von Malmö im Süden bis Umeå im Norden, umfasst der Flugplan künftig auch mehrere Ziele außerhalb Schwedens. In unserem Interview erklärt BRA-Geschäftsführer Christian Clemens, warum er an den Erfolg von Direktverbindungen zwischen nahe gelegenen Orten – auch außerhalb der großen Ballungszentren – glaubt, und wie sich das Unternehmen für ein grüneres, klimafreundlicheres Fliegen einsetzt.

Deutsch-Schwedische Handelskammer: Ende Februar feierte BRA sein zweijähriges Firmenjubiläum und bald werden Sie neue Fluglinien zwischen Växjö und Berlin sowie zwischen Malmö und Helsinki eröffnen. Es läuft gut bei Ihnen, oder?

Christian Clemens: Wir sind in erster Linie ein Anbieter von Inlandsflügen innerhalb Schwedens und ein Akteur auf einem Markt, der in den letzten 30 Jahren nicht wirklich gewachsen ist. Die Anzahl der Passagiere auf Inlandsflügen ist im Großen und Ganzen konstant geblieben. Wir konnten in den letzten Jahren zwar unseren Marktanteil steigern, aber eine gute Art für uns zu wachsen ist die Eröffnung von neuen Flugverbindungen von Schweden nach Finnland (wir fliegen von Stockholm-Bromma, Malmö und Umeå nach Helsinki) und nach Berlin, wohin wir unsere erste Linie von Växjö aus eröffnet haben. Diese Verbindung hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen und die Buchungen laufen so gut, dass wir derzeit prüfen, ob wir künftig einen dritten Flug pro Woche anbieten sollen. Lebt man nicht in einer Großstadt, ist es attraktiv und vor allem zeiteffizient, direkt von zu Hause aus in die Nachbarländer reisen zu können.

Växjö-Berlin ist Ihre erste internationale Linie, die Sie komplett in Eigenregie betreiben. Wie kam es dazu, dass Sie sich für eine Flugverbindung zwischen Småland und der deutschen Hauptstadt entschieden haben?

Zum einen hat sich Berlin in den letzten Jahren zu einer der angesagtesten Destinationen für Städtereisen entwickelt, zum anderen gibt es geschäftliche Beziehungen zwischen Småland und der Region Berlin. Wir glauben außerdem, dass wir mit der neuen Direktverbindung einige der vielen Deutschen, die Ferienhäuser in Småland besitzen oder gerne mieten, für eine weitere Reise nach Südschweden begeistern können. Småland ist ja eine starke Marke in Deutschland.

Welche Erwartungen haben Sie an die neue Fluglinie und Ihren Einstieg in den großen deutschen Markt?

In erster Linie wollten wir die Flüge ab Växjö mit Wochenendreisenden aus Småland füllen – und die Buchungen haben unsere Erwartungen weit übertroffen. Der nächste Schritt besteht jetzt darin, mehr Deutsche dazu zu bringen, die Verbindung auch in die andere Richtung zu nutzen.

Sehen Sie Potenzial für weitere neue Direktverbindungen zwischen schwedischen und deutschen Städten?

Ein bis zwei ähnliche Linien werden zurzeit bei uns diskutiert. Es steckt eine gewisse Logik dahinter, dass man keine großen Umwege fliegen und unterwegs nicht umsteigen muss, wenn man eine kurze Reise zwischen zwei Städten unternehmen möchte, die Luftlinie nahe beieinander liegen. Außerdem glaube ich, dass sich die Touristensaison in Schweden, die derzeit bereits Anfang August abrupt endet, um mindestens einen Monat verlängern ließe, zum Beispiel auf Öland, in Halmstad, in den Bergen und auf Gotland.

Welchen Nutzen ziehen Sie als Unternehmen, das gerade den ersten Schritt auf den deutschen Markt gewagt hat, aus Ihrer Mitgliedschaft in der Deutsch-Schwedischen Handelskammer?

Durch die Mitgliedschaft haben wir die Möglichkeit, uns anderen Unternehmen zu präsentieren, die in beiden Ländern aktiv sind, und beim Knüpfen von wichtigen Kontakten auf dem deutschen Markt Unterstützung zu erhalten. Für mich persönlich, der kürzlich erst von Hamburg zurück in die Heimat gezogen ist, bedeutet es außerdem, mit Deutschland in Kontakt bleiben und mich für einen verstärkten deutsch-schwedischen Austausch auf allen Ebenen einsetzen zu können.

Neben auf Schwedens großen Nachbarn im Süden setzen Sie auch auf den Osten und haben gerade Ihre Kooperation mit Finnair ausgeweitet. Was bedeutet dies für Ihre Kunden?

Es bedeutet einerseits schnelle Verbindungen aus ganz Schweden via Stockholm-Bromma, wo man innerhalb einer Viertelstunde nach Helsinki umsteigen kann, und außerdem die schnellste Verbindung nach Osteuropa, Russland und Asien. Wer in Malmö oder Umeå wohnt, fliegt direkt in Richtung Osten und beginnt seine Reise nicht in die entgegengesetzte Richtung. Ich habe auch bereits den nicht wachsenden Markt für Inlandsflüge in Schweden erwähnt. Indem wir Finnen, Russen und Asiaten neue, schnellere Verbindungen in alle Teile Schwedens anbieten, können wir auch neue Kunden für unser Inlandsnetz gewinnen.

Die Auswirkungen des Flugverkehrs auf Umwelt und Klima wurden in Schweden in letzter Zeit heiß diskutiert und am 1. April führt die schwedische Regierung die neue Luftverkehrssteuer ein. Zusammen mit anderen Fluggesellschaften wenden Sie sich gegen die Steuer und bezeichnen sie als wirkungslos. Warum?

Investitionen in neue, moderne Flugzeuge reduzieren den CO2-Ausstoß um bis zu 40 Prozent. Die Verwendung von Biokraftstoffen, welche wir bei BRA bereits regelmäßig tanken, trägt ebenfalls zur Verminderung der Auswirkungen auf das Klima bei. All dies erfordert jedoch hohe Investitionen. Die Luftverkehrssteuer unterstützt solche Bemühungen nicht. Stattdessen besteht das Risiko, dass die Fluggesellschaften teure Investitionen verschieben werden, da sie einen Großteil der entstehenden Kosten tragen müssen. Wir haben 2,5 Milliarden Kronen in eine fabrikneue ATR 72-600-Flotte investiert. Bei einer normalen Auslastung von 70 Prozent auf Inlandsflügen verbrauchen diese Flugzeuge pro Passagier 5 Liter per 100 km und stoßen damit weniger aus als ein Toyota Prius, in dem in Schweden laut WWF durchschnittlich nur 1,2 Personen sitzen. Auf unseren Linien fliegen wir auf einer Höhe von 6000 Metern, daher gibt es keinen Höheneffekt, da dieser erst ab 8000 Metern auftritt. Was ist wohl besser für das Klima? In einer ATR 72-600 Luftlinie von Växjö nach Berlin zu fliegen oder die gleiche Strecke über Dänemark, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit dem Auto zu fahren?

Was tun Sie als Fluggesellschaft dafür, um Ihre Emissionen weiter zu reduzieren und in Zukunft noch nachhaltiger unterwegs zu sein?

Wir investieren, als nächstes in neue Düsenjets, und schließen „grüne Verträge“ mit unseren großen Firmenkunden ab, mit denen wir gemeinsam dafür sorgen, dass Biokraftstoffe getankt werden. In Zusammenarbeit mit dem Flughafen Halmstad und Air BP steht die Infrastruktur dafür bereit und wir tanken regelmäßig die mit unseren Kunden vereinbarte Menge Biokraftstoff. Aber auch kleinere Verbesserungen sind wichtig, wie zum Beispiel Mülltrennung an Bord. Ich achte auch darauf, welche Signale ich als Geschäftsführer aussende. Ich kann nicht behaupten, dass Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda steht und dann einen großen Benzinschlucker fahren. Als Dienstwagen habe ich deshalb ein Elektroauto, einen BMW i3, gewählt. Aber Nachhaltigkeit bedeutet noch viel mehr, als nur Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen. Zusammen mit Novare Human Ressources arbeiten wir derzeit zum Beispiel daran, an unserem Drehkreuz in Stockholm-Bromma Arbeitsplätze für junge Menschen mit Behinderungen anzubieten.

 

In unserer Serie Mitglied des Monats treffen wir jeden Monat einen Vertreter eines unserer rund 1.150 Mitgliedsunternehmen, der uns einen Einblick in die Arbeit und aktuellen Aktivitäten des jeweiligen Unternehmens gibt.

Eine ATR 72-600 von BRA auf einem Rollfeld
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